Haupt- und Realschule des Main-Kinzig-Kreises

Zeitungsbericht vom Schulkonzert 2006 (KN)

 

Stadtschule auf "Höllenfahrt"

 

Ein hartes, eingängiges Gitarrenriff durchbricht die Stille im Saal. Cooler Beat gibt der Sache den nötigen Drive. Dann hebt die Rockröhre von Anna-Lena Kress an ? inbrünstig, energisch: ?Living easy, living free, season ticket on a one-way ride?, und die Höllenfahrt beginnt. ?I?m on a highway to hell, highway to hell!?Der Kultsong von AC/DC aus dem Jahr 1979 war nur einer von vielen Höhepunkten beim Jahreskonzert der Stadtschule Schlüchtern am Donnerstag in der voll besetzten Stadthalle. Dabei zelebrierten die rund 150 Mitwirkenden ein wirklich mitrei�endes Programm, das sich durch eine erstaunliche musikalische und emotionale Bandbreite auszeichnete ? und keine Wünsche offen lie�.Sei es das traditionelle ?Guantanamera?, das die Rhythmusgruppe der Klassen 6 und 7 gleich zu Beginn des Konzerts technisch versiert vortrug, sei es Edward Elgars Klassiker ?Land of Hope and Glory? im Gewand einer Popballade oder die romantische Weise ?Scarborough Fair?, wunderschön arrangiert von Musiklehrer Carlo Paul ? die Darbietungen waren durchweg überzeugend. Zu Recht wies Schulsprecherin Juliane Lewonko, die den Abend moderierte, darauf hin, dass die musikpädagogische Ausbildung an der Stadtschule ?im weiten Umkreis einmalig? sei.Einmalig vor allem deshalb, weil die moderne Rockmusik hier einen besonderen Stellenwert genie�t, wie im zweiten Teil des Konzerts deutlich wurde. Der Auftritt der Schulband, die ihre neue CD ?Isle of Rock?n?Roll? erstmals einer breiten �ffentlichkeit präsentierte, lie� das Herz eines jeden echten Rockers höher schlagen. Die jungen Musiker zelebrierten Hits wie ?I Shot the Sheriff?, ?Jailhouse Rock?, ?Wonderwall? oder eben ?Highway to Hell? mit erfrischendem Elan, leidenschaftlicher Spielfreude und erstaunlicher Bühnenreife.Zum Gelingen des Abends trug auch ein fulminanter Gastauftritt der Gitarrengruppe ?Donna Acustica? unter der Leitung von Alfred Noll bei. Herausragend war vor allem das betörende ?Summertime? von George Gershwin, das Noll zu sanft-melancholischer Gitarrenbegleitung mit bluesiger Stimme vortrug.Am Ende versammelten sich alle 150 Akteure auf der Bühne und sangen Michael Jacksons berühmte Hymne ?We are the World?. Es war der bewegende Abschluss eines Konzertes, das in guter Erinnerung bleiben wird.

 

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